2010: Konrad Hummler

Liberal Award 2011 an Konrad Hummler

Der 11. Liberal Award wurde am 3. November 2010 an den Privatbankier Dr. Konrad Hummler vergeben. Das Liberal Award Committee würdigte damit seine liberale Geisteshaltung, welche sich in seiner Arbeit als Bankier und in seinem entschlossenen Eintreten für den Schutz der Privatsphäre bei Finanzdienstleistungen widerspiegelte.

Nach der Verleihung diskutierte Wirtschaftsjournalist und Buchautor Lukas Hässig mit unserem Preisträger, wie sich der Bankenplatz Schweiz in die „neue Ära der transparenten Geldströme“ retten kann und welche Rollen unsere Privatbanken dabei spielen können und sollen.

Laudatio von JFZH-Präsident Alain Schreiner und Dankesrede von Konrad Hummler (Youtube)

Im Rahmen der Verleihung hat Konrad Hummler den Jungfreisinnigen einen 10-Punkte-Plan geschenkt, welcher dem Liberalen bei Unklarheiten stets den Weg leiten soll. Die 10 Punkte in Kürze:

1. Im Zweifel für das Individuum und gegen das Kollektiv.

2. Im Zweifel für den gesunden Menschenverstand und gegen sogenannte Experten.

3. Im Zweifel für das Experimentieren und gegen den Machbarkeitsglauben.

4. Im Zweifel für dezentrale Lösungen und gegen den Glauben an die übergeordnete Organisation.

5. Im Zweifelsfall für weniger Steuern und gegen neue Zwangsabgaben ohne Elimination bestehender.

6. Im Zweifel für generelle Richtlinien und gegen spezifische Einzelanordnungen.

7. Im Zweifel für weniger Regulierungen und gegen neue Gesetze ohne Aufhebung bestehender.

8. Im Zweifel für das Vertrauen in Märkte und gegen brichtkeitliche Eingriffe infolge angeblichen Marktversagens.

9. Im Zweifel für die Familie und gegen staatliche Ersatzmütter und -väter.

10. Im Zweifel für konsequente Verantwortlichkeit und gegen Rettungsschirme aller Art.

Der „Liberal Raspberry“, die alljährliche „Auszeichnung“ für die antiliberale Person oder Gruppierung des Jahres, wurde an die Zürcher Stadträtin Ruth Genner vergeben. Grund: die aus ihrem Departement stammende revidierte Parkplatzverordnung, die in der Stadt Zürich willkürlich rund 350’000 neue überdachte und diebstahlsichere Veloabstellplätze auf Privatgrund zur Folge hat und nebenbei auch noch die Parkplatzzahlen auf Privatgrund reduziert.