2011: Frank Schäffler

Liberal Award 2011 an „Rettungsschirm-Rebell“ Frank Schäffler

Die Jungfreisinnigen Kanton Zürich haben ihren zwölften Liberal Award am 14. Dezember 2011 an den deutschen Bundestagsabgeordneten und „Euro-Rettungsschirm-Rebellen“ Frank Schäffler überreicht.

Jedes Jahr zeichnen die Jungfreisinnigen Kanton Zürich eine liberal denkende und handelnde Persönlichkeit oder Personengruppe mit dem „Oscar des Liberalismus“ aus. In diesem Jahr geht die Ehrung an den deutschen Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler. Gewürdigt wird Schäfflers Mut, auch in schwierigen Zeiten und gegen erbitterten Widerstand des deutschen Polit-Establishments, für die liberale und demokratische Sache einzustehen.Frank Schäffler hat sich innerhalb der deutschen FDP einen Namen als Gegner des geplanten Euro-Rettungsschirms gemacht. Er gehört zu den Initianten der FDP-Mitgliederbefragung, die kürzlich abgelehnt worden ist. In seinem Antrag forderte Frank Schäffler: „Die FDP lehnt jedwede Ausweitung oder Verlängerung der Rettungsschirme, die Einführung von Eurobonds und auch jede andere Form von gemeinschaftlicher Haftung für Schulden einzelner Staaten ab. Die FDP hält es für falsch, dass die Europäische Zentralbank oder die deutsche Bundesbank Staatsanleihen überschuldeter Staaten aufkauft.“

Nach der Verleihung des Liberal Awards wurde der Preisträger vom WELTWOCHE-Redaktor Urs Gehriger zum Thema „EU-Schuldenkrise – wie weiter?“ befragt. Die zahlreichen Anwesenden wurden von FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger begrüsst. Im Nachgang zu dieser Preisverleihung stellten sich Frank Schäffler und Fabian Schnell, Mitglied des Liberal Award Komitees, einer Diskussion auf StarTV.

Der „Liberal Raspberry“, der Preis für die antiliberale Gruppierung des Jahres, wird in diesem Jahr an die Neue Europäische Bewegung Schweiz (nebs) überreicht. Trotz den antiliberalen Auswüchsen innerhalb der Europäischen Union (Sozialisierung von Schulden, Fiskalunion, Zentralisierungstendenzen) hält die nebs nach wie vor an ihrem Ziel eines EU-Beitritts der Schweiz fest. Dies wirkt im gegenwärtigen Umfeld wie schlechte Ironie.

Bereits zum 12. Mal verliehen 2011 die Jungfreisinnigen des Kantons Zürich (JFZH) den „Liberal Award“. Die grösste Zürcher Jungpartei überreicht diesen Preis jedes Jahr in Form einer Skulptur an Personen, die „einen namhaften Beitrag an eine liberale Gesellschaftsordnung“ geleistet haben, wie es in den Satzungen des Liberal Award Komitees heisst. Nach Persönlichkeiten wie Ernst Buschor, Klaus Schwab, Roger Schawinski und Roger Köppel, ging der Preis vor vier Jahren erstmals ins Ausland, an den ehemaligen österreichischen Finanzminister Karl-Heinz Grasser. 2008 wurde der Preis an drei ehemals pointiert links politisierende Persönlichkeiten verliehen, die jedoch heute alle drei auf ihrem Gebiet zu den profiliertesten liberalen Vordenkern gehören: nämlich an Thomas Held, Franz Jaeger sowie an Beat Kappeler. 2009 erhielt der Politsatiriker Andreas Thiel den Preis an einer denkwürdigen und gut besuchten Veranstaltung und 2010 beschenkte der elfte Preisträger Konrad Hummler die Jungfreisinnigen mit den „10 liberalen Geboten“.